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GALERIE HEGEMANN

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UDO DZIERSK

UDO DZIERSK

VITA

Udo Dziersk, 1961 in Gelsenkirchen geboren, studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Gerhard Richter, an der Hochschule der Künste in Berlin bei Georg Baselitz und in Karlsruhe an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Per Kirkeby. 1986 kehrte er nach Düsseldorf zurück und wurde Meisterschüler von Markus Lüpertz. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Wuppertal.

  • 2002 erhielt Dziersk an der Düsseldorfer Kunstakademie die Professur.
  • 2005 Leitung eines Arbeitsseminars/Malerei an der Kunstakademie Tirana, Albanien
  • 2011 Leitung eines Seminars an der Kunstakademie Savitski in Pensa, Russland
  • 2014 Lehrauftrag an der Academy of Fine Arts in Xi’an, China
  • 2014 Lehrauftrag an der School of Arts and Communication/Beijing Normal University, Peking, China

Dziersks Kunst strotzt vor Symbolen, Zeichen und alchemistischer Kombinatorik. Verspielt und pointenreich integriert Dziersk sein Wissen um Weltbilder, Geschichte und Bedeutungsebenen gelungen und versöhnlich im Bild. Seine Motive sind Vokabeln und Versatzstücke persönlicher Eindrücke und Prägung; bewegen sich zwischen Autobiografie und Objektivität. Das Immanente in der Malerei des Künstlers ist deutlich: das Thema des Erinnerns und Vergegenwärtigens.  Uns zeigt sich ein ständiges Auflösen und Neuordnen von Zeit und Raum, eine Gleichzeitigkeit in unklaren und indifferenten Dimensionen. Fast unscheinbar wirken seine Motive, lassen uns im Gefühl des Wohlgefallens und erwecken die Gewissheit, dass sich hinter den Arrangements und Kompositionen etwas Geheimnisvolles verbirgt. Durch einen lavierenden Farbauftrag schafft Dziersk einen Bildintergrund, welcher jede Perspektive oder räumliche Verortung der Protagonisten negiert. Fast im Schwebezustand begriffen, agieren sie neben Strukturen und figurativen wie abstrakten Zeichen mit einer diffusen, farblich reduzierten Grundstimmung. Dziersks künstlerische Mittel sind subtil und zurückhaltend, erwecken den Eindruck eines magischen Zaubers. Der Maler jongliert mit verschiedenen Realitätsebenen; auf der einen Seite begegnet uns seine Detailverliebtheit, auf der anderen die Reduzierung und Aussparung der Motive, welche fast als Fragmente des Darstellbaren agieren. Dziersk führt den Betrachter augenzwinkernd durch die Verarbeitung unserer Gegenwart. Dabei offenbart sich uns kein richtiger oder falscher Weg, denn Dziersk beschränkt sich in seiner Kunst nicht auf Eindeutigkeiten, sondern fordert gedankliche Feinstarbeit ein. Er deutet die Auflösung real existierender Rätselhaftigkeiten an, verfällt aber nicht in ideologische oder ethische Chiffren. Er fungiert als Vermittler eines einzigartigen Blickes, bewegt sich sicher in den Selbstverständlichkeiten unseres gemeinschaftlichen (Un-) Bewusstseins und sucht nach den Möglichkeiten der sozialen Vernetzung von Kunst. Dieter Ronte: „Udo Dziersk ist ein argumentativer Künstler. In seinen Arbeiten verbinden sich kunstrelevantes Denken mit Aussage. In der Kombination der Erfahrungen ergeben sich Visualisierungen, die nur im fragmentarischen Bereich des Zusammenseins ihre Wirklichkeit und Wahrheit erfahren.“